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Gärtnern in der Schule

Ackern zeigt Wirkung

Säen, pflanzen, jäten, hacken und ernten – das Bildungsprogramm GemüseAckerdemie des Migros-Pionierfonds ist in die neue Saison gestartet. Rund 1000 Kinder und Jugendliche sind in diesem Jahr Teil des naturnahen und erdigen Unterrichts. Wir haben Schulkindern in Zürich beim Bepflanzen der Gemüsebeete über die Schultern geschaut und bei der Projektleiterin Johanna Muther nachgefragt, warum der Pionierfonds das Projekt unterstützt.

Viele Kinder haben heute wenig Berührungspunkte mit der natürlichen Produktion von Lebensmitteln. Hier setzt die Initiative GemüseAckerdemie an. Sie bietet ein einjähriges Bildungsprogramm für Schulen, Kindergärten und Kitas an, welches Naturerlebnisse im Gemüsegarten ermöglicht. Der Migros-Pionierfonds fördert die GemüseAckerdemie seit 2018. Ziel ist die schweizweite Verankerung des Angebots. Drei Fragen an Johanna Muther, die das Projekt beim Pionierfonds betreut:

Warum unterstützt der Migros-Pionierfonds das Projekt GemüseAckerdemie?

Die Bildungsinitiative GemüseAckerdemie Schweiz schafft Naturerfahrungsräume an Schulen und Kindergärten. Das Erlebnis auf dem Acker schärft das Bewusstsein für die Natur und steigert die Wertschätzung von Lebensmitteln. Dies fördert eine gesunde Konsumweise und einen verantwortungsvollen Lebensstil, der die Kinder im besten Fall ein Leben lang begleitet.

Johanna Muther, Projektleiterin Migros-Pionierfonds

«Das Erlebnis auf dem Acker schärft das Bewusstsein für die Natur und steigert die Wertschätzung von Lebensmitteln.»

Was wurde bislang erreicht?

Inzwischen ist das Projekt breit aufgestellt: Die vierte Ackersaison wurde in diesem Frühling an 30 Lernorten im Raum Basel, Zürich, Zentral- und Ostschweiz eingeläutet. Zur abgeschlossenen Startphase liegt ein Wirkungsbericht vor, der wissenschaftlich begleitet wurde und die Funktionsweise des Projekts bestätigt. Inzwischen machen jährlich rund 1000 Kinder und Jugendliche mit, seit neuestem sind auch KiTa-Kinder mit dabei. Und: erste Stiftungen leisten Beiträge an die nachhaltige Finanzierung der GemüseAckerdemie.

Wie geht die Reise weiter?

Bis in drei Jahren sollen in der ganzen Schweiz rund 100 Schulen, Kindergärten und Kitas mitackern. Und bis 2030 soll jedes Kind in der Schweiz einmal während seiner Kita-, Kindergarten- oder Schulzeit ein Jahr lang als «Ackerdemiker» oder «Ackerdemikerin» tätig sein. Deshalb fokussiert das Projektteam aktuell auf die Suche nach Partnerschulen in der Romandie; eine Erweiterung des Angebots im Tessin folgt im Anschluss. Gleichzeitig bemüht sich das Pionierprojekt weiterhin um eine nachhaltige Aufstellung für die Zeit nach der Förderphase durch den Migros-Pionierfonds – die GemüseAckerdemie soll auf eigenen Beinen stehen und dadurch langfristig wirken können.

Du willst mehr erfahren?

Lies die Reportage über den Besuch von Migros-Engagement bei der GemüseAckerdemie. 

Du interessierst dich für das Angebot der GemüseAckerdemie? 
Die GemüseAckerdemie baut ihr Netz an Lernorten in der Schweiz laufend aus. Interessierte Eltern und Lehrpersonen können sich hier melden